Empfehlen KI-Systeme eure Marke? Ohne GEO-Strategie wird das schwierig. Als GEO-Beraterin zeige ich Dir, wie ich für meine Kundschaft eine solche Strategie erstelle: erst einmal die SEO-Grundlage kläre, dann Suchkriterien der KI-Suche abfrage, die Content-Strategie anpasse, Optimierungen für on- und offpage vorschlage und den Erfolg der Strategie messe. Außerdem verrate ich Dir meine GEO-Tools und zeige Beispiele aus aktuellen Kundenprojekten. Egal ob Mittelstand, Start-up oder Shop – dieses Vorgehen funktioniert für jede Website. Investiere 7 Leseminuten und baue selbst eine GEO-Strategie auf, mit der euer Unternehmen von KI-Systemen empfohlen wird.
Was Dich in diesem Beitrag erwartet
Ist-Zustand: SEO-Hausaufgaben machen
Auch wenn ich Dir gerne etwas anderes sagen würde: Die KI-Systeme mögen eine saubere Website-Struktur und hilfreiche Texte genauso gerne wie klassische Suchmaschinen.
Mit einer sauberen SEO-Strategie und einem Contentplan, den ihr konsequent umsetzt, habt ihr die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche GEO-Strategie.
Eine Einschränkung möchte ich machen: GEO legt deutlich mehr Wert auf eine konsistente Botschaft über alle Kanäle hinweg, als klassische Suchmaschinen das tun.
Daher einmal folgende SEO-Aufgaben abhaken:
- Keyword-Recherche machen & Keywords den Seiten zuordnen
- SEO-Strategie erstellen (lassen)
- Metadaten sauber pflegen
- interne Verlinkung prüfen und aktualisieren
- Content aktualisieren
- Schema.org-Daten prüfen
- externe Links prüfen und ggf. aktualisieren
Sobald SEO sitzt, kannst Du die GEO-Strategie „draufsetzen”.
Exkurs: So suchen KI-Systeme
KI-Systeme wie ChatGPT, Google AI-Overviews oder Microsoft Copilot arbeiten bei einer Produktsuche systematisch: Sie suchen nach einem Hauptbegriff in Kombination mit verschiedenen Kriterien. Das könnte bei mir als GEO-Beraterin z. B. sein „GEO-Strategie” + für den DACH-Raum/B2B-Unternehmen/Online-Shops/IT-Branche.
Meistens gibt es mehrere Suchachsen wie Branche, Sprachraum, Anwendungszweck. Bei Produkten kommen dazu weitere Kriterien wie Größe, Preisklasse, Ausstattung.
Und jedes dieser Suchkriterien sollte in der GEO-Strategie einen Ort finden, an dem es abgedeckt wird: Onpage sind das Landingpages, Blogartikel, die Über-Seite. Offpage eine Bewertungsplattform, das Google Business-Profil oder der Social Media-Auftritt.
Wo welcher Content lebt, legt die GEO-Strategie fest.

So erstelle ich eine GEO-Strategie für meine Kundschaft

1. Suchkriterien aus der KI-Suche abfragen
Gib Dein Fokus-Keyword aus der SEO-Strategie in Dein GEO-Tool ein. (Bevor Du fragst: Ich habe im letzten Jahr acht Tools getestet und das einzige, mit dem ich sinnvoll arbeiten kann, ist J.O.E.. Dieses Tool wurde von zwei GEO-Experten der ersten Stunde entwickelt und ist für die Praxis ausgelegt. Außerdem wird es ständig angepasst, sodass Du zuverlässig damit arbeiten kannst. Ich lieb’s.)
Das Tool zeigt Dir das Suchvolumen zu Deinem Fokus-Keyword – und die Kategorien, mit denen es in Kombination gesucht wird. Am Beispiel von „GEO-Strategie” wären diese Kategorien Branche, Sprache, Ziel der Strategie, Zielgruppe und Zielregion, nach denen gesucht wird.
Aus denen suche ich mir nun die Kriterien heraus, die für mich (oder meine Kundschaft) relevant sind. In meinem Fall sind das die Zielbranchen SaaS und IT, die Sprache Deutsch, mein Ziel sind Buchungen als GEO-Beraterin sowie meine Zielgruppen B2B-Unternehmen aus dem Mittelstand und Start-ups.

2. Content-Strategie durch GEO-Maßnahmen ergänzen
In meiner bestehenden SEO-Strategie habe ich bereits definiert, welche Seiten meine Website braucht. Diese sind Teil meiner SEO-Roadmap.
Für die GEO-Strategie gleiche ich zunächst ab, welche Seiten meine Roadmap bereits vorsieht. Ist dieses Kriterium schon auf einer der Seiten in der SEO-Roadmap abgedeckt? Wenn ja, ergänze ich das Briefing für diese Seite um den entsprechenden KI-Prompt.
Falls nein, überlege ich mir: Wo kann ich dieses Kriterium sinnvoll ergänzen?
In meinem Beispiel habe ich die Sprache Deutsch auf meiner Über-Seite abgedeckt, die Zielgruppe B2B-Unternehmen aus Mittelstand und Start-ups haben jeweils eigene Landingpages mit zitierfähigen Textpassagen und FAQs bekommen, genau wie auch die Zielbranchen SaaS und IT.
(Wobei die Zielbranchen nicht Teil meiner urspünglichen SEO-Strategie waren. Sie habe ich nun im Rahmen der GEO-Strategie ergänzt.)
Auf Basis der Roadmap kann sich euer Content-Team nun nach und nach an die Umsetzung machen.

3. Onpage optimieren
Damit eine gute GEO-Strategie erfolgreich ist und KI-Systeme euch empfehlen, gibt es noch weitere Stellschrauben auf eurer Website:
- technische Probleme beheben: Weiterleitungs-Kuddelmuddel, ewige Ladezeiten und mehrere 4xx-Fehlermeldungen? Mag weder Google noch die KI-Suche.
- SEO-Fehler bereinigen: H1 fehlt, doppelte Meta-Beschreibungen und zu lange URLs ‒ das geht besser. All diese Dinge zu fixen tut sowohl eurer Sichtbarkeit bei SEO gut, als auch bei GEO.
- Mehrsprachigkeit sauber aufstellen: Sind all eure Sprachversionen inhaltlich auf dem gleichen Stand? Falls nein, ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um hier aufzuräumen. Denn wenn KI-Systeme ihre Infos aus einer englischen Pressemitteilung von 2019 ziehen, statt von eurer aktuellen Produktseite, kickt das euer Produkt unter Umständen direkt aus der KI-Empfehlung heraus.
All diese technischen Themen packe ich in einen eigenen Reiter in der GEO-Strategie. Zusammen mit der Ansprechperson für technische GEO arbeiten wir sie nach und nach ab.
4. Offpage optimieren
Das Schöne an GEO-Tools: Wo SEO-Tools nur Vermutungen über den Algorithmus zuließen, zeigen GEO-Tools ganz konkrete Quellen.
In der SEO-Welt habe ich Daten auf Basis von Erfahrungswerten interpretiert und getestet, was passiert. GEO-Tools zeigen dagegen ganz genau: welche Quellen sind für das definierte Fokus-Keyword wichtig ‒ und an welchen können wir noch arbeiten:
- Einige Offpage-Quellen sind universell: Dein Google Business-Profil sollte nicht nur aktuell und gepflegt sein, sondern von der Formulierung her zum Rest Deiner Brand passen. Auch die Unternehmensbeschreibung auf allen Social Media-Profilen, Bewertungsplattformen, Verbänden etc. sollte immer zueinander passen und dabei auch auf das Fokus-Keyword einzahlen.
- Zusätzlich gibt es individuelle Quellen, die ihre Sichtbarkeit pushen: YouTube, TikTok, LinkedIn, Vergleichsplattformen, … Welche für euch die richtigen sind? Verrät ein ausführlicher Blick ins GEO-Tool.
Diese Offpage-Maßnahmen sind Teil jeder guten GEO-Strategie.

5. Monitoring, Reporting, Repeat: So misst Du GEO-Erfolg
Jetzt kommt die Crux: Die beste GEO-Strategie ist nur so gut wie die Erfolge, die sie einspielt. „Wie messe ich den Erfolg meiner GEO-Strategie?“ ist eine häufige und berechtigte Kundenfrage. Daher überwache ich die wichtigsten 25 KI-Prompts aus jedem Kundenprojekt in meinem GEO-Tool.
Jeden ersten Dienstag im Monat bespreche ich im GEO-Reporting mit meiner Kundschaft nicht nur, wie sich ihre Website in Sachen SEO entwickelt.
Vielmehr nehme ich Marketing-Manager:innen live mit in meine Tools und zeige ihnen
- Wie sich die Sichtbarkeit ihrer Website entwickelt (Visibility).
- Wie ihre Marke wahrgenommen wird (Sentiment).
- Wie oft ihre Marke erwähnt und ihre Website verlinkt wird (Mentions/Citation).
- Wie sie im Wettbewerbsvergleich stehen.
- Was sich Offpage tut und welche Quellen Chancen bieten.
- Wie die Entwicklung in SEO dazu passt.
Daraus leiten wir Maßnahmen ab, die wir wiederum in die GEO-Strategie und den Content-Plan aufnehmen.

Wie das bei meiner Kundschaft aussieht?
Dein nächster Schritt?
Viele Marketing-Teams wünschen sich einfach nur eine zuverlässige, nette Sparringpartnerin, die ihnen den Rücken freihält. Genau hier unterstütze ich: erstelle eure GEO-Strategie, schreibe GEO-Content, helfe mit GEO-Beratung – punktuell oder als laufende Betreuung, die euer Marketing-Team entlastet und eure Marke in KI-Systemen sichtbar macht.
Was Kund:innen mich zur GEO-Strategie fragen …
Im besten Fall ergänzt eine GEO-Strategie eure klassische SEO-Strategie, geht allerdings darüber hinaus:
Sie berücksichtigt alle relevanten Suchkriterien und versucht, diese abzudecken, damit eure Website für möglichst alle Variationen von KI-Prompts sichtbar wird. Und die können so verschieden ausfallen, wie Menschen eben Fragen stellen.
Außerdem legen GEO-Strategien noch mehr Wert auf saubere Offpage-Optimierung und auf Zitierbarkeit
Laut der YouGov-Studie „Searching for answers: How AI is changing online discovery in 2026“ nutzt die Generation Z (Jahrgang 1997 und jünger) KI-Assistenten bereits als zweithäufigste Informationsquelle: 49 % bevorzugen KI-Antworten statt klassischer Suchergebnisse, 56 % starten sogar täglich mindestens eine neue Anfrage damit.
Deshalb ist die Frage nicht, ob GEO kommt. Sondern, wann es für eure Marke sinnvoll ist, damit anzufangen.
Interessant wird GEO, wenn …
– eure Zielgruppe jung oder technikaffin ist und KI bereits für Suchen nutzt.
– ihr etwas Erklärungsbedürftiges oder schwer Vergleichbares verkauft – SaaS, IT, Beratung, Reisen.
– eure Onpage-SEO steht: klare Struktur, gute Inhalte, saubere Positionierung.
– ihr euch in GEO einen Vorsprung aufbauen wollt, bevor eure Mitbewerber überhaupt anfangen.
– eure Marke bereits (ein wenig) sichtbar in der KI-Suche ist.
Du nickst? Dann rate ich euch, zeitnah mit der KI-Optimierung anfangen.
Kein klares Ja? In dem Fall ist SEO-Grundlagenarbeit vermutlich der sinnvollere nächste Schritt für euch.
Allerdings brauche ich dafür:
a) Experten-Input aus Deinem Unternehmen: Je mehr ich weiß, desto besser wird der GEO-Content. Der Wissenstransfer geht schnell und unkompliziert, z. B. in einem 10-minütigen Videocall.
b) jeden Monat ca. 1 Stunde Deiner Zeit, damit wir den Redaktionsplan besprechen und neue Themen planen können
c) Feedback zum Text: Das sind am Anfang vielleicht 30 Minuten, später noch 10 Minuten pro Text.
Und: Arbeiten wir längerfristig zusammen, geht auch das Briefing immer schneller. Schließlich kenne ich dann Dein Unternehmen, Dein Produkt, Deine Sprache.
Nutze Deine Zeit besser. Lass mich die Worte finden und Deine KI-Strategie vorantreiben.
Gute Frage. Um eine GEO-Strategie zu erstellen, arbeite ich derzeit mit einer Mischung aus SEO- und GEO-Tools:
J.O.E.: Prompt-Recherche, Quellenarbeit und GEO-Monitoring
Sistrix: klassisches Suchvolumen und relevante Fragen
Ubersuggest: technische Probleme finden
Ergänzend nutze ich Google Sheets, um die GEO-Strategie darin zu erstellen und mit meiner Kundschaft zu teilen






